Offizin für angewandte WortgestaltungLeipzig · 1978

BRI
GADE

Planstand108%

Jeder Satz
erfüllt seinen Plan.

Netzanschluss aktivPlanjahr 1978Wortgüte geprüftFernschreibstelle besetzt

Sprache ist ein Produktionsmittel.

Wir stellen Sätze her, die ihren Zweck kennen.

Wir produzieren leistungsfähige Texte für Funk, Fernsehen, Bühne, Werbung und gesellschaftliche Höhepunkte. Präzise in der Aussage. Termingerecht in der Bereitstellung. Kollektiv erarbeitet.

Jede Aufgabenstellung wird erfasst, zerlegt und in eine belastbare sprachliche Form überführt. Was nicht verstanden wird, kann nicht wirken. Was nicht wirkt, verlässt unsere Offizin nicht.

Lieferfähige
Wortstrecken

Vom einzelnen Leitsatz bis zur dramaturgischen Gesamtanlage: bedarfsgerecht, verständlich und in vereinbarter Zeichenzahl.

01

Funk und Fernsehen

Anmoderationen, Sprechertexte, Manuskripte und planmäßige Unterhaltung für den täglichen Sendebetrieb.

FT / 01
02

Fest- und Feierreden

Betriebsjubiläen, Ehrungen, Auszeichnungen und gesellschaftliche Höhepunkte in angemessener Tonlage.

FF / 12
03

Werbewirksame Kurztexte

Losungen, Produktbezeichnungen und prägnante Formulierungen mit hohem Erinnerungskoeffizienten.

WK / 08
04

Dramaturgische Gesamtvorhaben

Konzeption und sprachliche Ausgestaltung komplexer Bühnen-, Bildschirm- und Veranstaltungsproduktionen.

DG / 24
05

Persönliche Redebeiträge

Vertrauliche Ausarbeitung unter zuverlässiger Wahrung der vorgesehenen Verfasserschaft.

PR / 05
06

Maschinelle Wortproduktion

Rechnergestützte Erzeugung, Prüfung und Optimierung deutscher Gebrauchssätze im Versuchsmaßstab.

MW / V
Eine Redakteurin arbeitet konzentriert an einer Schreibmaschine.
Abb. 03 / Wortproduktion

Die Kollegin prüft eine Sendefassung vor Übergabe an die Gütekontrolle.

Freigabe
W–18
14festangestellte
Wortarbeiter
23Schreibmaschinen
im Einsatz
1elektronischer
Großrechner
1.284.600produzierte Anschläge
im laufenden Planjahr
Krankenstand unter der NormKaffeeverbrauch nicht öffentlichAlle Angaben: Stand 08/78
Zwei Fachleute arbeiten an einem elektronischen Großrechner.Versuchsstelle K–4

Gemeinschaftsversuch K–4

Kann eine Maschine einen brauchbaren Satz herstellen?

In Zusammenarbeit mit einem volkseigenen Rechenzentrum erproben wir die teilautomatisierte Satzbildung. Der Rechner vergleicht Wortfolgen, prüft Längen und schlägt Formulierungen vor. Die Verantwortung verbleibt beim Menschen.

Versuchsprotokoll einsehen +

AUFGABE Kurze Aufforderung zur erhöhten Aufmerksamkeit

RECHNERLAUF 00:04:12 / 176 Varianten

AUSGABE Der nächste Satz verdient Ihre volle Aufmerksamkeit.

BEWERTUNG Verwendbar nach menschlicher Nacharbeit

Die endgültige staatliche Zulassung wird für den kommenden Fünfjahrplan erwartet.

Ergebnisse,
die sprechen.

Ein Querschnitt planmäßig abgeschlossener Wortvorhaben. Auftraggeber werden nur mit vorliegender Zustimmung genannt.

Jahr / BereichVorhabenLieferumfang
1978Versorgungswesen

Einführung einer neuen Pausenversorgung im VEB Drehmaschinenbau

Leitsatz, Informationsblatt, 12 Lautsprecherdurchsagen

1978Kulturarbeit

25 Jahre Kulturhaus »Fortschritt«

Festansprache, Programmfolge, 48 Bildunterschriften

1977Bildschirm

Ein Kessel gute Laune

Dramaturgischer Rahmen und verbindende Wortstrecken

1977Konsumgüter

Neuartiger elektrischer Handmixer

Produktname, Kurzlosung, Bedienhinweise in Alltagssprache

1976Gestaltung

Woche der sozialistischen Gebrauchskultur

Sprachliches Gesamtsystem für Ausstellung und Begleitheft

Der bereitgestellte Text entsprach in Umfang und ideeller Klarheit vollständig den vereinbarten Kennziffern.
Beurteilung 18/77 · Kulturwesen
Die Losung konnte nach nur drei Korrekturdurchläufen planmäßig angebracht werden.
Abnahmeprotokoll · Konsumgüterbetrieb

Vier Köpfe.
Eine Sprache.

Spezialisierte Fähigkeiten, gemeinsame Verantwortung. Ausgezeichnet als Kollektiv der textenden Arbeit.

Vier Mitarbeitende der Offizin in einem modern gestalteten Arbeitsraum.
Monatliche Arbeitsberatung · Leipzig · August 1978
01

Gisela Hempel

Brigadierin

Leitung Wortwirtschaft
02

Renate Pohl

Redakteurin

Funk und Bildschirm
03

Dieter Männel

Produktionslenker

Termin und Gütekontrolle
04

Dr.-Ing. Horst Kluge

Verfahrensforscher

Kybernetische Sprachverfahren

Arbeitsablauf W–6

Vom Bedarf
zum Satz.

  1. 01Bedarf
    erfassen
  2. 02Sachverhalt
    ordnen
  3. 03Wörter
    einsetzen
  4. 04Wirkung
    prüfen
  5. 05Text
    übergeben

Formblatt 17/T

Was soll
gesagt werden?

Übermitteln Sie den bekannten Sachstand. Ein zuständiges Kollektivmitglied nimmt die Einordnung vor.

FernsprechzeitenMo–Fr · 08:00–16:30Außer Mittwoch 12:00–13:00

Vorführbetrieb: Eingaben werden nicht gespeichert oder versandt.